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Про ролевой гардероб

Я давно обещала своей приятельнице помочь разобраться в теме про архетипы и ролевые гардеробы. Поскольку проще всего это делать через Фейсбук, то, заручившись разрешением Хло, поскольку это все же ее идея и ее проект, я еще немножко морально поготовилась и сегодня наконец созрела для первого вводного поста. ЖЖ-френдам можно смело пропускать мой перевод и сразу идти к Хло в журнал, если тема интересна, там здорово.

Mal ist es so - du siehst jemanden und denkst gleich: "Wow, die (oder der) ist toll!" Und dabei ist es ganz egal was man anhat oder wie man geschminkt ist. Das gesamte Bild ist super, alles passt zu allem und ist einfach klasse. Oder du siehst jemanden anderen und dann passiert was anderes. Die Klamotten sind wie in der neuesten InStyle-Ausgabe, Haarschnitt ist perfekt, aber nach ein Paar Schritten kannst du dich kaum an das Gesicht erinnern. Es gibt einfach keine Persönlichkeit hinter den einzelnen Kleiderstücken.

Für mich war es immer ein richtiges Rätsel - warum die einen Leute einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen und warum es bei den anderen so schwer fällt, ihr Gesicht sich zu merken. Die Antwort könnte aber ziemlich einfach sein. Wir alle erzählen unsere eigene Geschichte, spielen sozusagen bestimmte Rollen. Unser ganzes Leben ist eigentlich so eine Geschichte. Die anderen lesen unsere Geschichten ganz leicht ab, das ist ein evolutionsbedingter Prozess. Das brauchten wir als Urmenschen, um unterscheiden zu können, wer vor uns steht - ein Feind oder ein Freund. Überlebenswichtige Sache also. Heuzutage machen wir dasselbe - bei der erste Begegnung versuchen wir zu entziffern, was wäre von diesem Menschen zu erwarten. Gleichzeiting senden auch wir bestimmte Signale, die unsere Geschichte erzählen. Erzählen die aber wirklich unsere Geschichte?

Wir verstecken unser wahres Ich unter den modischen Kleidern, Schminke, die auf einem Model klasse aussieht, aber nichts für uns ist. Weil es unserer Geschichte nicht entspricht. Und dann sehen uns die Leute zum Beispiel so - ein erschrockenes Bamby in rebellisch zerrissenen Jeans. Oder ein naives Schulmädchen mit Mamas rotem Lippenstift. Das Äußere passt nicht zu dem Inneren. Unsere Geschichte ist unablesbar.

Ich weiß nicht, wer als Erste und ob überhaupt jemand auf die Idee kam, die Jungianische Archetypen im Modebereich ernst einzusetzen. Ich habe das zuerst bei einer ziemlich berühmten russischen Bloggerin gelesen. Sie ist eine Fachfrau im Bereich Branding, Startup, Spielcoach und einfach eine der lustigsten Frauen, die ich kenne. Dieses Jahr hat sie ein Internet-Projekt über Rollenbekleidung angefangen, und die, die Russisch sprechen, haben Glück, da die gleich in ihrem Blog unter http://hloflo.livejournal.com/ alles lesen und an zahlreichen Spielen teilnehmen können. Die anderen, die Interesse am Thema haben, müssen leider meine Zusammenfassungen lesen.

Die Idee mit Archetypen war für mich neu, aber sehr logisch. Die erklärt wirklich viel wenn nicht alles, was unser Aussehen betrifft. Und das Beste - es ist leicht, es zu lernen und anzuwenden. Als schöne Nebenwirkung - man lernt auch ein bisschen mehr über sich selbst.

Ich hoffe, dass ich nicht zu langweilig war und niemand mitten im Text eingeschlafen ist. Nächtes mal gibt es auch mit Bildern.

Comments

( 1 comment — Leave a comment )
hloflo
Dec. 14th, 2015 04:27 pm (UTC)
Круто! Поделишься потом?
( 1 comment — Leave a comment )